er wusste schon immer, dass sich probleme nicht dadurch lösen, dass man sie einfach ignoriert. naja...streng genommen wusste er es noch nie und weiß es heute auch noch nicht. was kann denn auch er dafür, wenn es bis jetzt immer so gelaufen ist? er hat es nunmal nicht anders gelernt. die welt ist schuld daran und nicht er. nein, nicht er, denn er ist nie schuld. an nichts. und wenn er sich bei einer sache sicher ist, dann bei dieser. er. ist. nicht. schuld. punkt. naja...zumindest wenn er alle anderen davon überzeugen kann. er selbst weiß schon, dass er zumindest nicht ganz unschuldig ist. wenigstens manchmal...
über all das macht er sich gedanken, als er im schwersten moment seines lebens vor nichts steht. wobei...nichts ist es auch nicht, was ihn aufhält. am ehesten lässt es sich wohl ganz trivial durch eine wand charakterisieren. eine wand, an der ein vorbeikommen einfach unmöglich ist. "ich verlass ja nichtmal gerne die wohnung, also wie soll ich das schaffen? wer ist eigentlich schuld daran, dass es so weit gekommen ist? ich jedenfalls nicht." das war der moment, als er anfing sich selbst zu belügen und er wusste, dass dies nicht ohne konsequenzen bleiben wird...
Dienstag, 4. März 2008
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1 Kommentar:
ich glaube, er weiß ziemlich genau, dass nicht die anderen schuld sind, sondern er. und er weiß auch, dass er es weiß. was er vielleicht noch nicht weiß: man kann etwas wissen und trotzdem genau entgegen dem wissen handeln.
selbstschädigung kann so subtil daherkommen. das weiß ich.
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